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„t’ien1“. Die Himmel, das Firmament, welches sich oberhalb des Menschen befindet. [ Wieger, S. 156 ]
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Die Steigerung von Person ist groß; dessen Steigerung ist Himmel. Ursprünglich das Bild einer Person mit Armen und einem großen Kopf .
“tian”

Himmel; Tag; Firmament; überirdisch; Natur
Die oberste horizontale Linie stellt den Horizont dar. Darunter sehen wir eine Person mit ausgestreckten Armen [„der Große Mensch“].
Der Himmel ist immer größer als die Menschheit.
Es war früher ganz natürlich, daß die Schüler wissen wollten, wo ihr Platz in dieser Welt ,im unermesslichen Universum, im Tao zu finden sei.
Die alten Meister erklärten ihnen, daß dieser ihnen bald ganz und genügend ersichtlich werden würde, aber die Schüler drängelten die Alten, ihnen mehr darüber zu enthüllen.
Daraufhin erteilten die Lehrer eine Unterrichtslektion, wie sie auch heute noch den Schülern übermittelt wird. Sie deuteten mit der einen Hand zum Himmel und mit der andern Hand zur Erde.
Diese, eine sehr tiefgründige Geste der alten Tradition, stellt den Menschen an seinem Platz zwischen Himmel und Erde. Sie reiht ihn aber auch in seiner Bedeutung hinter Himmel und Erde ein
(in traditioneller Weise sagt man: „Himmel, Erde und Mensch“ [siehe auch Lao-Tze 25
] ).
Sie soll auch daran erinnern, daß die Menschheit ein Teil aller Dinge unter dem Himmel ist.
Selbst heute noch ist der Ausdruck „alle unter dem Himmel“ in der chinesischen Welt gebräuchlich.
Der Begriff „tian“ bedeutet Firmament, Himmel und Natur zugleich.
So ist das Tao im Himmel, in der Natur zu erkennen. Die Beobachtung des Himmels ist eine Möglichkeit, Betrachtungen über das Tao anzustellen.
Der Himmel ist über uns; er ist endlos, unermesslich, immer gegenwärtig und doch stets im Wandel begriffen. Er ist kein abstrakter philosophischer Begriff, sondern eine tägliche Gegenwart.
Der Wind weht durch die seine blauen Weiten. Die Wolken sammeln sich und verschwinden in seiner Grenzenlosigkeit. Ohne seine Luft könnten wir nicht atmen. Ohne Sonne und Mond könnten wir nicht leben.
Ohne die wesentlichen Elemente des Himmels und der Erde können wir nicht existieren.

Der menschliche Geist ist ebenfalls ungeheuer groß und erst dann zufrieden,
wenn er in den unermesslichen Weiten, wie denen des Himmels umherschweifen kann. Daher sollten wir uns keine zu kleine Vorstellung vom Wesen des Tao machen. Auch wenn das Zeichen für Tao „eine Person auf dem Weg“
ist, so handelt es sich doch um einen endlosen Weg in einer unendlichen Welt.“

[ Deng Ming-Dao “Tao im täglichen Leben”, S. 31 ff. ]
weiter Schlagworte zum Zeichen “t’ien [tian]”:
der Himmel, die Himmel, die Wölbung von Himmeln, des Firmamentes, der Natur,
Gott, was natürlich, von nichts künstlichem ist, der Tag, die Jahreszeiten, das Klima, das Wetter; der Vater oder Ehemann, etwas, was unentbehrlich ist, die Notwendigkeiten
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